wachsdoom – Das Apfelblögchen

Verlierer suchen Schuldige – Gewinner suchen Lösungen!

Wachs(tums)doom? Worum geht es hier?

Willkommen Terraner! 🙂

Ihr habt euch sicher schon gefragt: Wachsdoom? Was soll das bedeuten? Und worum geht es hier überhaupt?

Dieser Artikel ist dazu da um allen die sich neu hierher verirren 😉 genau das zu erklären.

Eigentlich ist es ganz einfach.
Derzeit dominiert in den Medien die Finanz- und Staatschuldenkrise alles, aber verdeckt davon und von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt bahnt sich im Hintergrund eine noch weit größere Krise an, die – vereinfacht ausgedrückt –
Energie- und Rohstoffkrise.

Ich werde hier im Blog davon der Einfachheit halber oft auch nur von der kommenden Ressourcenkrise sprechen, was so viel bedeutet wie, daß in Zukunft fast alle wichtigen Ressourcen, die wir für unsere Lebensweise brauchen knapp werden, also nicht nur Energie und Rohstoffe sondern z.B. auch fruchtbares Land, in vielen Gegenden der Welt auch Wasser und vieles andere mehr.

Ein alter Hut findet ihr?
Richtig, denn schon vor vier Jahrzehnten wurden uns „Die Grenzen des Wachstums“ vor Augen geführt:

„Wenn die gegenwärtige Zunahme der Weltbevölkerung, der Industrialisierung, der Umweltverschmutzung, der Nahrungsmittelproduktion und der Ausbeutung der natürlichen Rohstoffe unverändert anhält, werden die absoluten Wachstumsgrenzen der Erde im Laufe der nächsten hundert Jahre erreicht.“

(Meadows et all. in „Die Grenzen des Wachstums“, die Studie für den Club of Rome von 1972)

Und da der drohende Kollaps bisher ausgeblieben ist, haben wir seither einfach weitgehend so weitergemacht wie zuvor, als gäbe es kein morgen.

Aber:

„Jeder, der glaubt, dass exponentielles Wachstum für immer weitergehen kann in einer endlichen Welt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom.“

(Kenneth S. Deffeyes)

Und darum der Blogname, denn:

 ‚Ewiges‘ Wachstum führt zum  Wachs(tums)doom!
Früher oder später, aber unvermeidlich.

Doom(sday), das muss vielleicht nicht zwangsläufig ‚Verhängnis‘, ‚Verderben‘, ‚Verdammnis‘, ‚Untergang‘ oder ‚böses Schicksal‘ bedeuten, aber es bedeutet auf jeden Fall TEOTWAWKI – The End Of The World As We Know It, also:
Das Ende der Welt wie wir sie bisher kennen.

Noch mal: Das ist nicht der Weltuntergang!

Aber wir werden uns gewaltig umstellen müssen und wenn wir uns nicht auf das Kommende einstellen kann es auch richtig hässlich werden…

Und – ganz wichtig! – das wird nicht irgendwann in ferner Zukunft passieren, sondern voraussichtlich schon in den nächsten Jahrzehnten, also noch zu Lebezeiten der meisten von uns.

Oder um mit dem Titel eines Buches von Hoimar von Ditfurth zu sprechen:

„So laßt uns denn ein Apfelbäumchen pflanzen – Es ist soweit“

( Hoimar von Ditfurth)

Der gute Mann war damit, ebenso wie die Meadows seiner Zeit voraus, denn im letzten Jahrhundert war das alles noch Zukunftsmusik.

In diesem Jahrhundert wird es Realität werden.

Man kann dieses Problem natürlich weiter ignorieren oder leugnen.

Aber es ist keine gute Strategie „Nach mir die Sinflut!“ zu rufen, wenn einem das Wasser schon bis zum Hals steht…
So mancher der das heute immer noch tut, wird sich in schon in naher Zukunft an deren Wasser verschlucken…

Leider tun auch unsere sogenannten ‚Eliten‘ in Politik, Wirtschaft und Medien genau das:
Die Augen ganz fest verschliessen vor den offensichtlichen Problemen.

Das sieht man in der derzeitigen Finanzkrise ja sehr schön und das wird in der kommenden Ressourcenkrise nicht anders sein.

Daher ist leider klar, daß wir von „denen da oben“ keine Hilfe und keine Lösungen zu erwarten haben, ganz im Gegenteil deren planloses und egoistisches Verhalten wird die Krise noch verschärfen.
Auch das kann man derzeit in der Finanzkrise ja sehr (un)schön beobachten.

Was also tun?

Das Problem ignorieren hilft nicht, denn die Realität wird uns einholen.

Schuldige für die Probleme zu suchen ist menschlich verständlich – auch ich bin nicht frei davon – und „die da oben“ haben ja tatsächlich sehr viel verbockt.
Das bringt uns aber überhaupt nicht weiter!
Denn einerseits führt die Suche nach Schuldigen nicht zu Lösungen sondern nur zu zusätzlichen Konflikten.
Und andererseits gibt es nicht „die Schuldigen“ für diese Krise, sondern wir alle haben diese Krise mitverursacht.

Wir sind einfach zu viele Menschen mit zu hohen Ansprüchen für das kleine Raumschiff Terranic.

Oder um es noch deutlicher zu sagen: Wir haben keine Krise, wir SIND die Krise! 

Irgendwelche Sündenböcke für die Krise zu suchen hilft uns darum auch kein bisschen weiter – ganz egal wie viel dieses möglicherweise tatsächlich verbockt haben, oder auch nicht – denn selbst wenn wir alle echten oder vermeintlichen Schuldigen einsperren würde, es würde an unserem Problem rein gar nichts ändern!

Wir wären auch danach immer noch genauso zu viele Menschen mit viel zu hohen Ansprüchen…

Ich bin darum auch kein Freund davon angesichts der Misststände nach Revolution gegen „die da oben“ zu rufen.
Denn auch eine neue Regierung, völlig egal wie sie aussehen würde, stünde vor genau denselben großen Problemen.

Die Einzige Lösung wäre unsere Ansprüche einzuschränken und natürlich auch das weitere Bevölkerungswachstum endlich zu stoppen.

Wenn wir das nicht tun – und das werden wir wohl leider nicht, denn das haben wir in den letzten 40 Jahren wider besseren Wissens auch nicht getan – dann werden die unbarmherzigen Gesetze der Natur zwangsweise dafür sorgen, daß wir uns unfreiwillig einschränken müssen und die Zahl der Menschen deutlich sinken wird.

Nur wird das dann leider ein unkontrollierter und konfliktreicher und für uns alle unschöner Prozess werden.

Traurigerweise wird es wohl genau so kommen, weil die große Mehrheit der Menschen vor diesen Problemen weiter die Augen verschliesst.

Was also bleibt dann noch?

Die Probleme weiter zu ignoriern hilft ebensowenig wie zu hoffen, daß „die da oben“ es schon richten werden oder umgekehrt nach Schuldigen zu suchen.

Wir können das, was auf uns zukommt nicht ändern, aber etwas können wir sehr wohl tun:

Wir können uns auf das Kommende einstellen!

Und wenn schon von oben keine Hilfe zu erwarten ist, können wir zumindest „hier unten“ bei uns anfangen etwas zu verändern, zuerst bei uns selbst und dann bei unserem Umfeld, unserer Familie, bei Freunden, Verwandten und Bekannten, bei Kollegen, Nachbarn und in unserer Heimatort.

Und genau darum soll es in diesem Blog gehen, frei nach dem Untertitel des Blogs:

„Verlierer suchen Schuldige – Gewinner suchen Lösungen!“
(Verfasser unbekannt)

Es gilt nicht über Probleme zu klagen oder Schuldige dafür zu suchen – an der Stelle danke an einen gewissen  Chatfreund der anonym bleiben möchte ;-), der mich immer mal wieder daran erinnert, das nicht zu vergessen – sondern Lösungen für die kommenden Probleme.

Konkret soll es in diesem Blog um drei Bereiche gehen:

1.Information: Darüber informieren, welche Probleme in Zukunft überhaupt auf uns zukommen werden.

2.Analyse: Aufbauend auf den Informationen möglichst gut analysieren, welche Konsequenzen die kommende Ressourcenkrise haben wird.

3.Handeln:  Uns auf das was vermutlich kommen wird einstellen und vorbereiten.

Also Ladys und Gentlemen, bitte die Schwimmwesten anlegen und die Scheuklappen absetzen! 😉

Die Terranic hat den Eisberg gerammt. Aber natürlich ist die Terranic unsinkbar, nicht wahr? 😉

Bitte begeben sie sich ruhig und geordnet in die Rettungsboote!
Dies ist keine Übung! Dies ist der Weltuntergang ;-), aber nur der Welt wie wir sie bisher kannten.

Das Leben wird trotzdem weitergehen!
Wie es weitergehen wird, das allerdings liegt in unserer Hand.

In diesem Sinne:
Es gibt viel zu tun!

Packen wir’s (gemeinsam) an?

Darum auch das, trotz dem ernsten Thema, bewusst heitere Blog-Design.

Trotz aller Krisen, die Erde dreht sich weiter und jeden Tag geht von neuem die Sonne auf und jeder neue Tag bringt uns neue Chancen etwas zu verändern.

Also dann, morgen ist ein neuer Tag. Lasst uns etwas gutes daraus machen!

Bis morgen, Terraner!

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