wachsdoom – Das Apfelblögchen

Verlierer suchen Schuldige – Gewinner suchen Lösungen!

Krisenpsychologie – Mach mir den Strauß!

Willkommen Terraner! 🙂

Bevor wir uns den harten Fakten widmen noch eine kurzer Ausflug in’s Reich der Krisenpsychologie.

Da drängt sich nämlich eine Frage geradezu auf.

Die Fakten – schwindende endliche Ressourcen bei steigender Weltbevölkerung und Verbrauch – sind seit 40 Jahren bekannt.

Also warum leben wir bzw. die große Mehrheit so als gäbe es dieses Problem gar nicht?

Die Antwort darauf ist wahrscheinlich gar nicht so schwer.

Das Leben ist insgesamt häufig eine ziemliche Zumutung.

Wie schon Buddha erkannte werden wir alle irgendwann einmal krank, wir alle werden irgendwann mal alt – na gut nicht alle, aber das ist für diejenigen denen das erspart bleibt auch kein echter Trost… – und wir alle werden irgendwann einmal sterben.

Das alles ist nicht schön und wir Menschen haben das Pech, daß wir wissen, daß uns das erwartet.
Also müssen wir wohl oder übel einen Weg finden mit diesem Wissen umzugehen.

1.Mach mir den Strauß! 😉 – Die Verdränger
Die wohl mit großem Abstand beliebteste Methode damit umzugehen ist es den Strauß zu machen und den Kopf in den Sand zu stecken.

Wobei diese Vogel-Strauß-Taktik eigentlich Strauße beleidigt. 😉
Kein Strauß, der etwas auf sich hält würde so etwas dummes tun ;-), wir Menschen schon.

„Eine drohende Gefahr nicht sehen wollen, die Augen vor unangenehmen Realitäten verschließen oder bestimmte Tatsachen einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollen“ (Wikipedia)  ist leider typisch menschlich.

Wobei diese Methode tatsächlich ihre Vorteile hat.
Wenn man Probleme einfach ignoriert muss man sich deswegen keine Sorgen machen, erspart sich schlechte Laune und Grübeleien und ist auch viiiel beliebter wie solche Spaßbremsen wie ich die immer mit dem ganzen Krisengedöns nerven. 😉
Darum wird diese Seite auch nie so populär werden wie eine über sagen wir Promiklatsch und -tratsch, weil die große Mehrheit der Menschheit von Problemen eigentlich gar nichts hören und sehen will.

Ich stelle mir gerade vor, wie sich – Google sei dank – im Laufe der Zeit Horden von Strauß-Vöglern… äh Vögel-Straußern 😉 hierherverirren nur um sich dann sofort panisch Augen und Ohren zuzuhalten und nach dem Internet-Notausschalter zu suchen um nur ja nichts negatives hier mitbekommen zu müssen. 😉

Tja, dummerweise scheint diese Strategie tatsächlich evolutionäre Vorteile zu haben, sonst wäre nicht zu erklären, daß die Mehrheit der Menschheit so tickt.

Aber leider hat diese Methode einen ganz großen Schönheitsfehler.
Mag es bei Dingen, die man sowieso nicht ändern kann, wie z.B. dem irgendwann unausweichlich kommenden eigenen Tod, ja vielleicht sogar noch sinnvoll sein sie zu verdrängen, so sorgt das Ignorieren von Problemen bei lösbaren Problemen aber zuverlässig dafür, daß diese garantiert nicht gelöst werden.
Und so manches anfangs durchaus bewältigbare Problem wächst sich durch hartnäckiges ignorieren sogar zu einer echten Katastrophe aus…

Und dummerweise ignorieren Menschen, die zum ignorieren von Problemen neigen eben gerne generell alle Probleme, die unlösbaren ebenso wie die eigentlich lösbaren.

Ich vermute das liegt an der Ignoranz, die man zum Verdrängen unabdingbar mitbringen muss.
Einfach ausgedrückt:
Wer gut im verdrängen ist, ist zu engstirnig um zwischen sinnvollen und schädlichen Verdrängen unterscheiden zu können.

2.Akte XY-ungelöst 😉 – Der  Verschwörungs-Esoteriker:

Eine große Minderheit hat eine ganz andere Strategie: aggression.

Typisch für den klassischen Verschwörungs-Esoteriker ist, daß er überall Zusammenhänge sieht, die es nicht gibt, überall Feinde und alles Übel dieser Welt als das Werk finsterer Mächte sieht.

Ob dabei wahlweise die Ausländer am Untergang des Abendlandes schuld sind oder doch lieber Politiker, Banker und Co, ob die Moslems die Bösen sind oder doch traditionell die Juden, ist da eher sekundär.

Nicht jeder Verschwörungs-Esoteriker leidet im klinischen Sinne an einer paranoiden Schizophrenie, aber es hilft so ein bisserl paranoid zu sein, wenn man bei denen Mitglied werden will. 😉
Und vor allem darf man nur ja nie die große Weltverschwörung anzweifeln, die hinter jeder Ecke lauert, sonst ist man nämlich auch nur eines von den doofen Schlafschafen, die keine Ahnung haben ;-).

Diese Gruppe ist geprägt durchen einen hohen Grundlevel an oft grundloser Feindseligkeit und dadurch, daß sie überall Zusammenhänge sehen will, auch da wo es gar keine gibt.

Während die Probleme von den Verdrängern also einfach verleugnet werden, glauben die Verschwörer stattdessen, daß die Probleme von finsteren Mächten verursacht oder wahlweise von diesen bloss erfunden sind.

Das Tragische dabei ist, daß die Verschwörer viele tatsächliche Probleme durchaus richtig erkannt haben, dadurch, daß sie aber immer nur Schuldige suchen, Verschwörungen auch da sehen wo gar keine sind, und ihnen unbequeme Probleme ebenfalls leugnen ebenfalls nichts zur Lösung der Probleme beitragen sondern diese eher noch verschärfen.

3.Ich strick mir die Kugel! 😉 – Die Resignierten:

Wie sagte Sybille Berg bei Spiegel Online so schön: 
„Das Leben ist eine Demütigung, der man nur mit geisteskrankem Optimismus oder einer gepflegten Trauer begegnen kann.“

Da ist definitiv was dran.
Wobei es auch noch die Möglichkeit der Aggression gibt, siehe oben bei 2.

Es gab passend dazu 1933 auch eine wissenschaftliche Studie über die Arbeitslosen von Marienthal deren wichtigstes Ergebnis war:
„Die Studie zeigte die sozio-psychologischen Wirkungen von Arbeitslosigkeit auf und machte deutlich, dass Langzeitarbeitslosigkeit nicht – wie vielfach angenommen – zu Revolte, sondern zu passiver Resignation führt.“ (Wikipedia)

Hier geht es zwar nicht um Langzeitarbeitslosigkeit, aber wir dürfen wohl annehmen, daß trübe Zukunfsaussichten ganz ähnliche Wirkungen auf viele Menschen haben, weswegen solche ja gerne verdrängt werden, siehe oben bei 1.

Bei dieser Studie fanden die Wissenschaftler vier verschiedene Haltungstypen wovon bei dreien davon, nämlich den Resignierten, den Verzweifelten und den verwahrlost Apathischen deren Haltung „zum Verzicht auf eine Zukunft führte, die nicht einmal mehr in der Phantasie als Plan eine Rolle spielt“. (Wikipedia)

Im Extremfall führt sowas in die Depression und das ist weder schön noch hilfreich… und ich weiss wovon ich da rede.

Ja und dann gibt es da noch:

4.Du hast keine Chance, also nutze sie! 😉 – Die Ungebrochenen:

Ich habe oben in der Studie erwähnt, daß die Wissenschafler vier Haltungstypen fanden.
Drei davon hatten angesichts der anscheinend hoffnunglosen Lage aufgegeben.

Der vierte Haltungstyp aber waren die  innerlich Ungebrochenen, der als einziger Typus noch „…„Pläne und Hoffnungen für die Zukunft“ kannte, während die Resignation, Verzweiflung und Apathie der drei anderen Typen „zum Verzicht auf eine Zukunft führte, die nicht einmal mehr in der Phantasie als Plan eine Rolle spielt“. Als entscheidende Dimension erwies sich die Fähigkeit, „für die Zukunft Pläne und Hoffnungen“ bewahren und entwickeln zu können, also eine grundlegende Dimension humanen Gestaltungsvermögens nicht zu verlieren: die Antizipation möglicher Entwicklungen.“ (Wikipedia)

Ja und lieber Leser, diese innerlich Ungebrochenen sollten unser Vorbild sein.

Weder sollten wir den Verdrängern nacheifern, denn das Verdrängen von Problemen verhindert deren Lösung!

Noch sollten wir es wie die Verschwörer machen, denn Misstrauen und Feindseligkeit richten viel Schaden an und können sogar ganze Gesellschaften zerstören!

Und auch die Resignierten sollten uns kein Vorbild sein, denn wenn wir aufgeben ist damit niemand geholfen am wenigsten uns selbst.

Lasst es uns stattdessen den innerlich Ungebrochenen gleichtun.

Wie das geht? Das verrät und Wikipedia leider nicht, typisch! 😉

Aber ich denke es gibt mindestens zwei Wege:

Einerseits kann man es machen wie die Buddhisten und lernen was immer da kommt gelassen hinzunehmen.

Das ist eine sehr sympathische Einstellung :-), aber ich glaube ich Methode Nummer zwei entspricht mir persönlich mehr:

Realistischer Optimismus, oder wie ich gerne sage: Du hast keine Chance, also nutze sie! 😉

Dieser Begriff stammt von dem amerikanische Sozialpsychologe Martin Seligman der allerlei Forschungen zum Thema Optimismus und Pessimismus angestellt und dabei unter anderem festgestellt hat:

„…dass nichtdepressive Menschen die Wirklichkeit zu ihren Gunsten entstellen und depressive Menschen die Wirklichkeit korrekt wahrnehmen. (…) Der Pessimist scheint der Realität ausgeliefert zu sein, während der Optimist über eine starke Abwehr gegen die Realität verfügt, die ihm auch angesichts eines gnadenlos gleichgültigen Universums Zuversicht und Frohsinn ermöglicht.“
(Martin Seligman, „Pessimisten küsst man nicht – Optimismus kann man lernen“, Seite 140)

Lesenswert dazu: Optimismus und Pessimismus 

Oder wie es Frau Sybille Berg bei SpOn so schön sagte: „…ist die Depression der natürliche Geisteszustand des denkenden Menschen…“  😉

Der Optimist ignoriert also die Realitäten und läuft damit im Zweifelfall auch gerne mal vor die Wand… ;-), der Pessimist ist gar keiner sondern ein Realist, und bekommt ob so viel Realismus Depressionen.

Schöne Wahl zwischen Pest und Cholera. 😉

Martin Seligman schlägt darum, weil sowohl Optimismus als auch Pessimismus schwerwiegende Nachteile haben, den schon erwähnten realistischen Optimismus vor.

Gemeint ist damit, daß man im Alltag durchaus Optimistisch sein soll, weil das das Leben leichter macht, aber nur wenn davon nicht viel abhängt, d.h. so lange eventuelle durch zu viel Optimismus gefällte Fehlentscheidungen keinen großen Schaden anrichten würden.

Sobald es um viel geht empfielt er dagegen die rosarote Brille abzusetzen und sich um eine möglichst realistische Einschätzung zu bemühen.

Diesem Vorschlag möchte ich mich anschliessen und möchte ergänzen:
Auch wenn eine Sache ziemlich hoffnungslos sein mag, macht es trotzdem Sinn dabei und optimistisch zu bleiben, so lange man mit dieser Haltung keinen Schaden anrichtet (!).
Auch wenn man keine Chance hat, man sollte sie trotzdem nutzen ;-), denn das ist allemal besser als zu resignieren und wer weiss, vielleicht irrt man sich ja auch, wenn man denkt man hätte „keine Chance“.
Wenn man es nicht versucht, wird man es nie herausfinden.

In diesem Sinne führe ich auch diesen Blog. Ich weiss ich hab keine Chance, damit etwas zu bewegen, aber hey… „…die Chancen stehen eine zu einer Million, aber es könnte funktionieren!“ (Terry Pratchett)  😉

Und das letzte Wort möchte ich Charles Dickens überlassen:

„Gibt es eine bessere Form mit dem Leben fertig zu werden, als mit Liebe und Humor?“ (Charles Dickens)

Besser kann man’s nicht sagen. 🙂

Ja dann, morgen ist ein neuer Tag, lasst uns etwas Gutes daraus machen! 🙂

Bis morgen, Terraner!

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Neue Kategorie: Basics – Die Grundlagen

Willkommen Terraner! 🙂

Wie es sich für einen ordentlichen Blog gehört ;-), wird auch dieser hier verschiedene Rubriken, oder wie man bei WordPress sagt, verschiedene Kategorien zu unterschiedlichen Themengebieten haben.

Die erste Rubrik ist: Basics – Die Grundlagen

Wie die Bezeichnung schon sagt wird es hier um die grundsätzlichen Dinge gehen, die man zur Verständnis der kommenden Ressourcenkrise, also um das worum es hier im Blog geht, wissen muss.

All diejenigen, die sich schon seit siebenhundertunddrölfzig Jahren mit dem Thema befassen 😉 können bei der Kategorie also weglesen ;-), denn für sie wird da nichts neues zu lesen sein.

Aber dieser Blog richtet sich nicht nur an diejenigen die ohnehin schon bescheid wissen, sondern ausdrücklich auch und gerade an Menschen für die das Thema neu ist.

Ich finde jeder sollte die Chance haben nicht dumm sterben zu müssen ;-), auch wenn nicht jeder diese Chance auch nutzen wird. 😉

Ich glaube ich kann ganz gut und auch verständlich schreiben, hat man mir zumindest oft genug gesagt, aber vielleicht haben die mich ja auch alle angeschwindelt. 😉

Wer’s nicht glaubt, kann die Lesbarkeit meiner Texte hier auch gerne selber nachprüfen 😉 :   BlablaMeter
Übrigens auch für die Prüfung eigener Texte sehr empfehlenswert. 🙂

Ja und wie euch sicher schon aufgefallen ist, will ich den Blog hier, trotz des ernsten Themas, durchaus auch ein bisschen unterhaltsam gestalten.
Ich finde auch das Ende der Welt wie wir sie bisher kannten hat ein Recht darauf von mir verblogäppelt zu werden. 😉

Und immer nur „wir werden alle sterben“ ist auf Dauer ja auch langweilig ;-), auch wenn es durchaus stimmt.

Amerikanische Wissenschaftler haben nämlich festgestellt: Langfristig liegt die Sterbequote immer bei 100%. 😉

Sterben werden wir also alle einmal, aber nicht alle gleichzeitig und nicht gleich jetzt. 😉

So jetzt aber erstmal genug geblödelt.

Ziel dieser Rubrik ist es also die Grundlagen der Thematik einfach und verständlich darzustellen, denn erst wenn ihr diese Grundlagen kennt könnt ihr auch das Problem und die komplexeren Zusammenhänge verstehen.

Demnächst hier dann also die ersten Artikel in dieser Kategorie. Die Grundlagen zum Verständnis der Ressourcenkrise.

Also dann, morgen ist ein neuer Tag, lasst uns etwas Gutes daraus machen! 🙂

Bis morgen, Terraner!

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Archäo(b)logie – Frisch ausgebuddelt: Die Blog-Vorgeschichte

Willkommen Terraner! 🙂

Dieser Artikel erklärt die Vorgeschichte dieses Blogs, also wie es dazu kam, daß ich mich entschlossen habe zu dem Thema Ressourcenkrise zu bloggen und warum.

Die Themen Umweltverschmutzung, drohende Energie- und Rohstoffknappheit in der Zukunft usw. haben mich immer schon interessiert.

Eine meiner frühesten Erinnerungen an meine Schulzeit ist, daß wir besprochen haben wie eine Kläranlage funktioniert und ich weiss noch gut, daß mich das Thema schon damals beschäftigt hat.

Später dann habe ich vor allem im Fernsehen unzählige Reportagen gesehen, deren Aussage fast immer dieselbe war:

Wenn wir so weiter machen wie bisher zerstören wir  unsere Umwelt und Energie und Rohstoffe gehen uns zwar nicht heute oder morgen, aber in absehbarer Zukunft aus.

Das fand ich ziemlich beängstigend und war der Meinung, daß wir dann doch dringend etwas tun müssten, damit es dazu nicht kommt.

Aber schon damals war ich mit dieser Ansicht ziemlich allein.

Eine Mitschülerin, bei der ich das Thema angesprochen habe, meinte beispielsweise, ich sollte damit aufhören, weil ihr das  Angst machen würde.
Und das obwohl sie sicher nicht dumm ist, sondern eine der Klassenbeste bei uns war, mit Einser-Abitur.

Schon damals, vor Jahrzehnten konnte also jeder der Zugang zu Medien hatte wissen, was uns droht, wenn wir so weitermachen.

Es wurde und wird so viel zu dem Thema berichtet, daß später niemand wird sagen können, er hätte nichts davon gewusst.

Die Problematik ist seit „Die Grenzen des Wachstums“ allgemein bekannt, also seit inzwischen vier Jahrzehnten.

Daß es auf einem begrenzten Planeten kein dauerhaftes unbegrenztes Wachstum geben kann ist inzwischen schon fast eine Binsenweisheit.

Aber die große Mehrheit zieht es vor die Augen fest zuzumachen und das Problem zu ignorieren.
Das war damals schon so und das ist heute nicht anders.

Wenn ein Thema Angst macht, dann wird es von der Mehrheit der Menschen verdrängt.

Deswegen funktioniert Aufklärung in solchen Fällen auch nicht. Je mehr man darüber redet umso fester macht die Masse der Menschen die Augen zu.

„Niemand ist so blind, wie derjenige, der nichts sehen will!“  (Heinz Duthel)

Ich bin da ganz anders. Mein Problem ist, daß ich ganz schlecht im verdrängen bin, was auch nicht nur von Vorteil ist…

Ich wollte nach dem Abitur dann konsequenterweise eigentlich auch Umweltschutz studieren, aber leider ist daraus dann nichts geworden.

Danach habe ich, wenn ich schon am alltäglichen Wahnsinn nichts ändern kann, versucht wenigstens selbst möglichst umweltschonend zu leben.

Ich habe mein Auto abgeschafft und bin stattdessen beim Carsharing Mitglied geworden und nutze seit vielen Jahren fast nur Fahrrad, Schusters Rappen und öffentliche Verkehrsmittel.

Ich bin in meinem Leben noch nie auch nur einen Meter geflogen.

Ich bin Mitglied in einem Tauschring.

Ich nutze Sachen möglichst lange und versuche sie zu reparieren oder anderweitig weiterzunutzen und nicht gleich wegzuwerfen.

Mir gehört ein Stückchen einer Bürgerwindanlage hier die für meinen Anteil mehr Strom erzeugt als ich verbrauche.

Ich habe in meinem Haushalt viel an Strom eingespart.

Ganz allgemein lebe ich recht bescheiden.

Mein  Ökologischer Fussabdruck ist sicher deutlich kleiner als der des durchschnittlichen Deutschen.
Aber trotzdem verbrauche ich wohl immer noch mehr als die große Mehrheit der Menschen auf der Welt.
Und ich fürchte wenn alle Menschen der Welt so – für deutsche Verhältnisse bescheiden – leben würden wie ich, wäre das für die Erde trotzdem auf Dauer nicht tragbar.

Aber mehr war für mich leider nicht machbar. Mir fehlt schlicht das Geld um weitgehend als Selbstversorger leben zu können, denn paradoxerweise muss man wohlhabend sein um sich ein einfaches umweltschonendes Leben leisten zu können. Ich werde später in diesem Blog darauf zurückkommen.

Während ich mich also in meinem persönlichen Umfeld bemühte möglichst umweltbewusst zu leben, tat sich in dieser Zeit in der großen Politik auch allerhand.

Der Ostblock und die Sowjetunion zerfielen und in Deutschland kamen später nach vielen Jahren CDU-/CSU-/FDP-Regierung die SPD mit den Grünen gemeinsam an die Macht.

Aber leider, fast alle Hoffnungen die ich mit diesen Ereignissen verband erwiesen sich als trügerisch.

Weder gab es eine „Friedensdividende“ durch Abrüstung nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, noch wurde die Welt danach friedlicher geschweige denn gerechter.
Nein, ganz im Gegenteil, mit dem Wegfall des Systemkonkurrenten Kommunismus, erschlossen sich dem Kapitalismus nicht nur neue große Märkte, sondern damit fielen auch alle Hemmungen und mit der fortschreitenden Globalisierung zeigte der Kapitalismus sein wahres Raubtiergesicht…

Und daß SPD und Grüne nicht gerade die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt haben muss ich ja sicher nicht erst groß erklären.
Kosovo-Krieg und Sozialabbau, Hartz IV und ein Atomausstieg, der keiner war, um nur mal ein paar Punkte zu nennen.
Immerhin haben wir ihnen das Erneuerbare Energien Gesetz zu verdanken, dank dessen wir inzwischen schon 20 % Ökostrom im deutschen Energiemix haben. Ein wirklich großer Erfolg in nur wenigen Jahren!
Aber sonst war da nicht viel… von der dringend erforderlichen neuen ökologisch-sozialen Politik, vom Umsteuern zu einer nachhaltigen Wirtschaft keine Spur.

Andererseits, war die überhaupt notwendig?

Früher, als die Jahrtausendwende noch weit weg war, dachte ich ja immer:
Wenn wir es bis zum Jahr 2000 nicht geschafft haben unsere Art zu leben grundsätzlich zu ändern, dann wird es wohl zu spät sein dafür.

Aber das Jahr 2000 verstrich und nirgendwo war ein Ende unserer Lebensweise in Sicht.

Was hatte man uns nicht schon alles erzählt in den letzten Jahrzehnten:

Das Öl geht bald aus, alle möglichen anderen Rohstoffe gehen bald aus, der Wald stirbt, das Klima kippt und wir bekommen  eine neue Heisszeit oder wahlweise eine neue Eiszeit und so weiter und so fort.

Und nach vielen dieser Vorhersagen hätten z.B. Öl und andere Rohstoffe schon längst alle sein müssen.

Also alles nur Panikmache von publicitysüchtigen Wissenschaftlern und schlagzeilengeilen Journalisten?

Manches ja. Da war viel übertrieben oder auch schlicht falsch, was uns so alles um die Ohren gehauen wurde.
Ich kann darum auch die Menschen verstehen, die irgendwann die siebenunddrölfzigste Untergangsschlagzeile nicht mehr ernst nehmen können und wollen.
Auch mir ging es irgendwann so.

Es muss wohl irgendwann in den ersten Jahren nach der Jahrtausendwende gewesen sein, vielleicht so 2005 oder 2006, als mal wieder eine Meldung durch die Medien ging, in der neue riesige Ölvorkommen beschrieben wurden.

In dem Fall waren es die gigantischen Ölsandvorkommen in Kanada, die größer sein sollen als die Ölvorkommen Saudi Arabiens.

Das Fazit des Artikels: Es ist noch genug Öl da, für lange lange Zeit.
Wenn dann irgendwann das herkömmliche Öl alle ist, nutzen wir eben einfach die Ölsande in Kanada und andere unkonventionelle Öle.

Das war der Zeitpunkt, wo ich dachte:
Ok, ich habe mich wohl geirrt. Der Untergang der Zivilisation durch Mangel an Öl findet – zumindest auf absehbare Zeit – nicht statt.

Die nächsten Jahrzehnte ist also wohl noch genug Öl da und bis es irgendwann so – vielleicht 2050 oder später – dann mal knapp wird, haben wir den Umstieg auf Erneuerbare Energien dann vielleicht ja doch geschafft.

Damit habe ich das Thema damals als nicht akut erstmal gedanklich beiseitegelegt, denn wie immer im Leben gibt es ja noch so viele andere Dinge um die man sich kümmern muss.

Aber dann kam da das Jahr 2008 und plötzlich schoss der Ölpreis wie eine Rakete in die Höhe bis auf fast 150 Dollar pro Barrel und mit ihm die Preise für Lebensmittel weltweit.

Und mein Gedanke war: Oh mein Gott, jetzt ist es soweit!
Das worauf ich schon lange gewartet so lange, daß ich schon gar nicht mehr damit gerechnet hatte, daß es noch zu meinen Lebenszeiten stattfinden würde.

Aber warum jetzt? Warum so plötzlich? Und warum überhaupt, wenn doch noch reichlich Öl da ist?

Fragen über Fragen, aber bevor ich mich damit befassen konnte brach der Ölpreis auch schon wieder drastisch ein… und kurz darauf folgt dann die Lemann-Pleite und die ganze Finanz-/Banken- und Staatschuldenkrise, die uns seither in Atem hält.

Das Thema Ölknappheit war da erstmal eben kein Thema mehr, nicht nur für mich.

Seit Ende 2008 habe ich mich dann über die Ursachen und Folgen der Finanzkrise informiert und bin bald zu dem Schluss gekommen, daß diese keineswegs abgehakt ist, sondern daß das Schlimmste uns erst noch bevorsteht.

Staatspleiten, Hyperinflation, ein Schuldenschnitt sprich Verlust ihrer Vermögen für die Bürger, das Ende des Euros und eine Währungsreform mit Einführung einer neuen Währung… daß es wahrscheinlich dazu kommen wird, vielleicht sogar kommen muss, ist mir in der Zeit danach ziemlich schnell klar geworden.

Und in genau diese Richtung geht die ganze Entwicklung seit damals ja auch.
Wer hätte sich 2008 eine Staatspleite in Europa und das Ende des Euros vorstellen können?
Heute dagegen wird sogar in den Medien darüber geredet.

Viele Menschen versuchen darum seither ihr Vermögen – so vorhanden – in Sicherheit zu bringen und sich auf eine chaotische Zeit nach dem erwarteten Crash vorzubereiten.

Aber, die meissten Krisenvorbereiter, also z.B. Goldbugs, sprich Leute die ihr Vermögen in Gold und Silber investieren oder auch Preppern die weitergehende Krisenvorsorge betreiben, gehen davon aus, daß es nur eine relativ kurze chaotische Periode nach einem Finanz- oder sonstigen Crash geben wird… und das Leben danach so wie bisher oder zumindest ganz ähnlich weitergehen wird.

Das ist ja auch erstmal eine sehr naheliegende Vermutung.
Denn so ähnlich war es schon unzählige male.
Ja, es gehört geradezu zum Wesen des Kapitalismus, daß er alle paar Jahrzehnte also ziemlich regelmäßig zu Crashs führt.
Das ist schlimm für diejenigen die dabei alles oder vieles verlieren, aber danach ging das Leben immer weiter.

So unschön ein solcher System-Reset  auch ist, er bietet auch die Chance auf einen Neuanfang.
Wenn das Umfeld stimmt, krempeln danach alle einfach die Ärmel auf, legen sich kräftig in’s Zeug, begnügen sich für einige Zeit mit weniger,  und nach ein paar Jahren Wirtschaftsaufschwung geht es alle wieder gut, vielleicht sogar besser als zuvor.

Das deutsche Wirtschaftswunder nach dem Krieg ist ein schönes Beispiel dafür.

Das hat früher schon funktioniert, also warum diesmal nicht auch wieder?

Aber was wenn es diesmal anders ist?
Was, wenn ein Wirtschaftsaufschwung nicht möglich ist, weil Wachstum nicht mehr möglich ist?
Was, wenn auf den Crash keine Erholung folgt, wenn die Krise nicht nach wenigen Jahren überwunden ist, sondern weitergeht, nicht über Jahre oder Jahrzehnte…?

Denn, da war doch noch was…

Richtig, ich rede vom Öl…

Nachdem ich mich eine Weile mit der Finanzkrisenproblematik beschäftigt habe, hat sich bei mir das ungute Gefühl eingestellt, daß all die Krisenvorbereiter zwar richtig liegen, was die Finanzkrise angeht, daß sie aber etwas ganz entscheidendes übersehen haben.

Und je mehr ich in der Richtung recherchiert habe umso mehr hat sich meine unschöne Ahnung verdichtet.

Man erinnere sich: Die kurzfristige Ölpreisexplosion 2008 war vor der Eskalation der Finanzkrise.

Die erste These, die ich hier im Blog aufstellen möchte lautet:

Die Ölpreisexplosion 2008 war zwar nicht die Ursache der folgenden Finanzkrise, aber ein Auslöser dafür.

Um es klar zu sagen: Die Finanzkrise wäre so oder so gekommen, unabhängig vom Ölpreis, denn das ganze Weltfinanzystem ist schon lange eine einzige riesige Spekulationsblase.

Aber ohne den explodierenden Ölpreis hätte es vielleicht noch Monate oder Jahre länger gedauert.

Stark vereinfacht hat der explodierende Ölpreis dazu geführt, daß all die amerikanischen Arbeitnehmer, die sich ein Eigenheim mit subprime-Krediten finanziert haben, obwohl sie es sich eigentlich gar nicht leisten konnten, entscheiden mussten:

Entweder Benzin für die Fahrt zur Arbeit kaufen oder die Rate für den Hauskredit bezahlen.

Beides ging ‚dank‘ hohem Öl- und damit auch Benzinpreis für viele damals plötzlich nicht mehr.
Also haben sich viele für das Benzin und gegen ihre Hauskreditraten entschieden, darauf wurden noch mehr Kredite faul und die ohnehin weit aufgeblähte Kreditblase der Banken platzte.

Daß der Ölpreis dann wieder in den Keller ging ist schnell erklärt. Mit der Wirtschaft bricht auch die Nachfrage nach Öl ein und damit dessen Preis.

Der explodierende Ölpreis half also mit die Kreditblase platzen zu lassen, die platzende Kreditblase führte zu einer Wirtschaftskrise mit fallender Ölnachfrage und liess damit auch den Ölpreis wieder fallen.

Dieser Zusammenhang ist sehr wichtig! Ich komme später im Blog noch öfter darauf zurück.

Das alles wäre nicht so wichtig, wenn es sich um einen einmaligen Vorgang handeln würde, aber leider ist er das nicht.

Schon immer haben steigende Ölpreise zu Rezessionen geführt. Soweit, so altbekannt.

Das neue ist und das ist meine zweite These:

Das Öl geht uns zwar noch lange nicht aus, aber das billige Öl geht zuende!

Und damit bin ich wieder bei den riesigen Ölsandvorkommen Kanadas.

Es mag ja stimmen, daß in Kanadas Böden mehr Öl steckt als in dem von Saudi Arabien, aber beides miteinander zu vergleichen heisst nicht Äpfel mit Birnen sondern eher Äpfel mit Eicheln zu vergleichen.

Während man Äpfel einfach nur vom Baum pflücken und direkt essen kann, sind Eicheln zwar auch grundsätzlich essbar, aber man muss sie erst mühsam aufsammeln und dann mühsam zubereiten um die giftigen Anteile unschädlich und sie genießbar zu machen. Ein im Vergleich zu Äpfeln riesiger Zeitaufwand. Davon daß eine Eiche ewig braucht bis sie überhaupt Eicheln bilde gar nicht zu reden.
Darum finden sich auch in jedem Supermarkt massenhaft Äpfel zu kaufen, aber eher weniger Eicheln. 😉
Eicheln sind eher so eine Art Notnahrung. Unsere Vorfahren haben sie in schlechten Zeiten z.B. nach dem Krieg gegessen, als es sonst nicht viel gab.

Und ganz ähnlich ist es auch mit dem ’normalen‘ sprich konventionellen Öl einerseits und Ölsanden und anderen unkonventionellen Ölen andererseits.

Konventionelles Öl meint, vereinfacht gesagt, das Öl, das im Idealfall einfach so aus der Erde sprudelt.
Früher musste man in vielen Gegenden praktisch nur einen Stock in die Erde stecken um auf Öl zu stoßen und musste weiter nichts tun als das heraussprudelnde Öl aufzufangen.
Das konventionelle Öl ist also leicht erreichbar und außerdem auch noch dünnflüssig und gut zu verarbeiten und wegen all diesen Faktoren billig… spottbillig, vor allem wenn man bedenkt wie viel Energie in ihm steckt.

Unkonventionelles Öl dagegen ist entweder an schwer erreichbaren Orten – Tiefseeöl wie im Golf von Mexiko oder Polaröl – oder muss erst mühsam aufgearbeitet werden um nutzbar zu sein wie eben die kanadischen Ölsande oder auch Teeröle, Schiefer’öle‘ und was der Dinge mehr sind.
Mit einem Wort: unkonventionelle Öle sind teuer, sehr teuer.

Wenn also die konventionellen Öle, die man, weil sie so einfach und billig zu gewinnen waren, allmählich weniger werden, dann muss man sie durch immer mehr und immer teureren unkonventionelle Öle ersetzen, was zu stark steigenden Ölpreisen führt.

Und genau das sehen wir seit ungefähr einem Jahrzehnt.

Und damit bin ich bei der dritten These, die ich hier heute aufstellen möchte:

Hohe Ölpreise führen zu Rezessionen, dauerhaft hohe Ölpreise führen zu dauerhaften Wirtschaftskrisen.

Das ist jetzt stark vereinfacht ausgedrückt. Ich werde das später noch präzisieren.

Und genau das ist der Punkt, den die meissten Prepper wohl leider (noch) nicht sehen:

Derzeit kämpfen wir mit der Finanzkrise und ihren Folgen.

Die Finanzkrise überlagert aber, daß im Hintergrund eine viel bedrohlichere Krise bereits schwelt, die drohende Ölkrise oder allgemeiner die  kommende Energiekrise, oder noch allgemeiner die Ressourcenkrise, von der hier im Blog die Rede sein soll.

Die Finanzkrise mag irgendwann auf die eine oder andere Weise ‚vorbei‘ sein, aber die Ressourcenkrise ist gerade erst an ihrem Anfang. Die ist dann nicht vorbei, sondern wird im Gegenteil mit jedem Jahr schlimmer werden.

Und da hohe Öl- bzw. generell Rohstoffpreise direkte Rückwirkung auf die Wirtschaft und damit auch auf die Finanzen von Banken, Staaten, Unternehmen und jedem einzelnen von uns haben, wird uns nach der Finanzkrise I dann wohl eine Finankrise II blühen… und nicht nur das, sondern eine Systemkrise des Kapitalismus selbst.

Denn und damit bin ich bei meiner vierten These:

Der Kapitalismus braucht ewiges Wirtschaftswachstum um seine Schulden zu bedienen. Ohne stetig steigende Energie- und Rohstoffmengen kein Wirtschaftwachstum, ohne Wirtschaftswachstum keine Gewinne, ohne Gewinne keine Schuldentilgung, ohne Schuldentilgung keine neuen Kredite ohne Kredite kein Kapitalismus. 

Auch dazu komme ich später noch ausführlich hier im Blog.

Im Moment geht es mir nur darum klar zu machen:

Bei zurückgehender Energie- und Rohstoffverfügbarkeit fährt dieses System an die Wand!

Und zwar nicht irgendwann in ferner Zukunft, sondern schon in den nächsten Jahrzehnten.
Die derzeitige Finanzkrise werden wir dann im Rückblick wohl als die gute alte Zeit betrachten, als die Welt noch in Ordnung war…

Prognosen sind ja bekanntlich immer schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen ;-), aber  um euch zumindest mal eine Hausnummer zu geben:

Die Weltölförderung wird voraussichtlich noch in diesem Jahrzehnt (!) ihren Höhepunkt überschreiten.

Danach wird Öl nicht nur deutlich teurer, sondern es könnte dann auch schon zu echten Versorgungsengpässen kommen…

Die Frage, die ihr euch vermutlich stellt und die ich mir auch gestellt habe ist:

Kann man das verhindern?

Vermutlich… hätte man es verhindern können, wenn wir schon vor 20, 30 oder 40 Jahren begonnen hätten uns darauf einzustellen, nachdem „Die Grenzen des Wachstums“ uns ebendiese aufgezeigt haben.

Heute… wohl nicht mehr…

Es gibt einen Point of no return ab dem es nicht mehr möglich ist dem Eisberg auszuweichen, egal was man tut.

Ab dann ist es sinnlos darüber zu diskutieren was man hätte tun können um die Kollision zu vermeiden.

Und ich fürchte diesen Punkt haben wir längst überschritten.

Die Frage ist meiner Ansicht nach nicht mehr ob dieses System absaufen wird – und wie man das eventuell verhindern könnte – sondern nur noch wann und wie und was man in so einer Lage noch tun kann…

Ja und darum soll es in diesem Blog gehen:

Was steht uns bevor?
Und was macht man, wenn man feststellt, daß man dummerweise ein Reise auf der Titanic  Terranic gebucht hat?

Denn das ist die Lage derzeit:

Die Terranic hat gerade einen kleinen Eisberg namens Finanzkrise gerammt, der ein hässliches aber nicht sehr großes Loch  hinterlassen hat.
Davon geht die Terranic nicht unter – allerdings wird durch das Loch noch viel vom Eigentum der Passagiere in’s Meer gespühlt werden in nächster Zeit.
Käpt’s Angela hat uns aber versichert, daß alles in Ordnung ist und keine Gefahr besteht und die große Mehrheit der Passagiere lässt sich in Sicherheit wiegen und genießt die Fahrt als wäre nichts gewesen.
Nur eine handvoll Passagiere lässt sich nicht einlullen und versucht meisst ihre Wertsachen in Sicherheit zu bringen… übersieht dabei aber, daß die eigentliche Gefahr erst noch kommt: der riesige Eisberg namens Ressourcenkrise direkt voraus, an dem kein Weg mehr vorbeiführt und der nicht nur ein kleines Loch in der Terranic hinterlassen sondern sie komplett versenken wird… wovon bisher aber schätzungsweise 99,99 % der Menschheit nichts weiss, oder nichts wissen will…

Also, lieber Terraner, der du den Weg hierher gefunden hast, was willst du jetzt tun?

Du hast die Wahl:

Du kannst die Fakten ignorieren und den Kopf in den Sand zu stecken.

Oder du kannst Wahrheit akzeptieren, auch wenn sie unbequem ist und etwas tun.

Die Lage ist ernst, aber sie ist nicht hoffnungslos.

Das was uns bevorsteht ist nicht das Ende der Welt, aber das Ende der Welt wie wir sie bisher kannten.

Es liegt an uns der kommenden Krise den Geschmack der Katastrophe zu nehmen und das Beste daraus zu machen.

Das geht aber nur, wenn wir die Probleme nicht (weiter) ignorieren.

Darf ich dich also weiter mitnehmen auf unserer Reise auf der Terranic?

Und nie vergessen: Morgen ist ein neuer Tag, der uns neue Chancen bietet. Lasst uns etwas Gutes daraus machen.

Bis morgen Terraner! 🙂

 

 

 

 

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21.12.2012 – Wenn morgen die Welt unterginge…

… dann würde ich heute noch ein Apfelblögchen pflanzen. 😉
(Frei nach Martin Luther).

Willkommen Terraner! 🙂

Da sind wir jetzt also im Jahr 2012, in dem Jahr 2012, in dem bekanntlich die Welt untergeht, weil da der Biene-Maja-Kalender endet , oder so ähnlich. 😉

Und wo jetzt also demnächst die Apokalypse, Armaggedon, das Jüngste Gericht, Doomsday, eben das Ende der Welt – hallo Google 😉 –  bevorsteht und wir alle sterben werden  dachte ich, ich pflanze vorher noch schnell ein neues Apfelbäum… äh blögchen, nämlich dieses hier. 🙂

Man möge mir den – gewohnt 😉 – melodramatischen Einstieg verzeihen, aber ich halte es da mit gerne mit
Hans Knappertsbusch (1888-1965), der meinte man solle:
„Mit Weltuntergang anfangen und dann langsam steigern.”

Und jetzt muss ich alle, die sich auf der Suche nach dem Weltuntergang über Google hierher verirrt haben 😉 leider enttäuschen:

Das hier wird kein Blog über das baldige Ende der Welt.

Die Gerüchte über das nahe Weltende sind nämlich… sagen wir mal leicht übertrieben 😉 und darum wird das hier auch kein Thema sein.

Darauf würde ich jederzeit wetten. Mach ich aber nicht, denn das wäre unfair.

Denn wohin sollte ich den Gewinn überweisen, wenn ich wieder erwarten doch verlieren sollte? 😉

Für mehr Informationen dazu verweise ich gerne auf den Fachblog für Weltuntergänge ;-):

Weltuntergang 2012: Fragen und Antworten 

Aber diejenigen, die an das nahe Ende glauben werden das sowieso nicht lesen. 😉

Schon merkwürdig, daß es tatsächlich Menschen gibt, die an das nahe Weltende glauben.

Vielleicht noch merkwürdiger – und tragischer – ist aber, daß die große Mehrheit der Menschen glaubt alles würde gut oder zumindest nicht viel anders und schlechter als es jetzt ist und lebt als gäbe es kein morgen…

Diese große Gruppe der realitätsverweigernden Daueroptimisten mit der rosaroten Brille ist hier im Blog genauso fehl am Platz wie die Apokalyptiker.

Denn, die Anzeichen mehren sich, daß uns zwar nicht der Weltuntergang, wohl aber schwierige Zeiten bevorstehen und ich rede da nicht (nur) von der derzeitigen Finanzkrise.

Und genau darum soll es in diesem Blog gehen:

Um die Zukunft, um das was uns da in den nächsten Jahren und Jahrzehnten möglicherweise bevorstehen mag und darum was das für uns alle bedeutet und was wir tun können, tun für uns uns andere.

Ich will hier weder die rosarote noch die rabenschwarze Brille aufsetzen, sondern versuchen die Fakten möglichst nüchtern zu analysieren.

Da diese Fakten allerdings nicht gerade erfreulich sind, wird es sich leider nicht vermeiden lassen, daß manches hier doch recht unschön klingen wird.

Trotzdem werde ich mich bemühen auch das Positive zu sehen.

Und… auch wenn das Thema ernst ist, heisst das noch lange nicht, daß man nicht auch darüber manchmal lachen kann.
Sieht man weiter oben glaube ich ja sehr schön. 😉

Soviel für heute. Ich wollte nur kurz einen ersten Eintrag schreiben, weil der 1.Januar so ein schöner Zeitpunkt ist  ein neues Blog anzufangen – mal wieder. 😉

Das hier ist also der erste reguläre Artikel und das Blog ist hiermit eröffnet. 🙂

Aber ich habe schon früher einen „about“-Eintrag geschrieben, der genauer erklärt, worum es hier geht.

Den könnt ihr hier lesen:

Wach(tums)doom – Worum geht es hier? 

Also dann, morgen ist ein neuer Tag.  Lasst uns etwas gutes daraus machen!

Der Weltuntergang kann warten. 😉

Bis morgen Terraner! 🙂

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